Fohlen

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Pferdefutter für Fohlen

Bei Fohlen ist die Wichtigkeit des Themas Ernährung nicht von der Hand zu weisen, wenn man bedenkt, dass in den ersten sechs Monaten nach der Geburt das Gewicht der Fohlen nahezu fünf mal so hoch wird. Deswegen sollte die Ernährung in der Fohlenzeit sehr ernst genommen werden, ansonsten riskiert man im späteren Leben gesundheitliche Probleme. Diese Probleme können sich auf die Leistung und die Lebenserwartung auswirken. Vorsicht ist hier in jedem Fall besser als Nachsicht.

Zuerst sollte man wissen, dass Fohlen über keinerlei Schutz gegen Krankheiten verfügen, sie haben keine Antikörper im Blut. Um die generellen Chancen zum Überleben zu steigern sollte deshalb Kolostralmilch verabreicht werden. Durch diese Milch erhalten die Fohlen wichtige Antikörper, sie sollte bereits in der ersten Stunde, nachdem das Fohlen geboren wurde, gegeben werden. Sollte dies auf dem natürlichen Weg nicht funktionieren, sollte im jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Alternativen sind pulverisierte Milch.

Ausschlaggebend sind die ersten Lebensmonate des Pferdes

Für festes Pferdefutter fangen Fohlen sich nach circa zwei Monaten an zu interessieren. Über die Muttermilch sind die Fohlen nach drei Monaten nicht mehr komplett ausgelastet, deshalb kann bereits jetzt mit der zusätzlichen Gabe von Kraftfutter begonnen werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Futter viele Aminosäuren und Mineralien enthält. Die perfekte Zusammensetzung bietet hier spezielles Futter für Fohlen. Durch dieses Futter wird das Wachstum des kleinen Tieres optimal unterstützt. Bezüglich der Dosierung sollte sich hier an die Vorgaben des Herstellers gehalten werden.

Keinesfalls sollte das junge Pferd an den Leckstein der Mutter herankommen können. Dieser wäre für das Fohlen gesundheitsschädigend. Fohlen können auch, sobald das Wetter es zulässt, gemeinsam mit der Mutter die Weide besuchen. Sollte die Weide nicht in Frage kommen, muss trotzdem stets garantiert sein, dass das Fohlen genug Bewegung bekommt. Sie werden sicher einmal beobachten, dass das Fohlen den Kot der Stute frisst. Dies ist kein Grund zur Sorge sondern ein natürliches Verhalten. Es nimmt darüber Vitamine und Proteine auf, dies ist nützlich für seine Darmentwicklung.

Das Absetzen ist eine der größten Herausforderungen. Ein geeignetes Alter ist circa mit sechs Monaten. Die Menge an Kraftfutter kann nun langsam gesteigert werden, damit das Absetzen der Milch der Stute ausgeglichen werden kann. Auch wenn das Fohlen auf der Weide frisst, muss zusätzlich Kraftfutter gegeben werden. Je nach dem Bewuchs der Weide, kann die Menge angepasst werden. Hat das Fohlen ein Alter von circa zwei Jahren erreicht, reicht im Sommer auch lediglich das Fressen auf der Weide aus. Zusätzlich sollte dann ein Pferdefutter mit Mineralien verabreicht werden. Leckschalen mit Mineralien sollten noch immer vermieden werden, da die Aufnahme hier nicht gesteuert werden kann.

Ist die Weide nicht stark bewachsen, sollte dem Fohlen noch mehr Kraftfutter und Heu angeboten werden. In den Wintermonaten sollte das Futter hauptsächlich aus hochwertigem Heu bestehen, die Ergänzung bildet dann das Kraftfutter. Entscheidet man sich für die Gabe von Hafer, sollte dies mit Mineralfutter gemischt werden.

Die Gesundheit des Fohlens ist stark von dem Pferdefutter für Fohlen abhängig, dass es bekommt. Dies sollte nie außer Acht gelassen werden. Eine zu langsame Gewichtszunahme sollte ebenso vermieden werden, wie eine zu schnelle.